Bestnoten für die KRAGES-Spitäler

20.04.18
Die vier Standorte der Burgenländischen Krankenanstalten Ges.m.b.H. (KRAGES) wurden zum zweiten Mal seit 2015/2016 von der renommierten deutschen Qualitätsmanagement-Institution KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) auf Herz und Nieren geprüft.

Am Nachmittag des 19. April 2018 wurde das Ergebnis nach zehn Tagen intensiver Prüfung bekannt gegeben: Die KRAGES-Spitäler haben sich seit der Erstzertifizierung laut den KTQ-Fachleuten auf hohem Niveau sogar noch deutlich verbessert.

Erstmals sind heuer alle vier Häuser der KRAGES – die Spitäler in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee – gleichzeitig im Rahmen einer Verbundzertifizierung durchgecheckt worden. Alle vier Standorte mussten die Kriterien erfüllen, um das Qualitätszertifikat zu erhalten.

Die KTQ International GmbH mit Sitz in Berlin hat – basierend auf ihren Erfahrungen im Qualitätsmanagement – ein Verfahren entwickelt, in dessen Zentrum die Patienten und Mitarbeiter stehen. Das Verfahren bewertet sowohl die Qualität einzelner Fachabteilungen, wie auch die gesamte Leistung des Krankenhauses – von der Aufnahme des Patienten bis hin zur Entlassung und Weiterversorgung. Es hat eine Selbstberwertung durch die Verantwortlichen ebenso wie eine Fremdbewertung durch Visitatoren stattgefunden. Das Visitorenteam besteht aus Fachexperten aus dem medizinischen, pflegerischen und ökonomischen Bereich. 

In fünf zentralen Dialogsitzungen in großer Runde (Vertreter der Kollegialen Führungen, Experten aus unterschiedlichen Bereichen) sowie in 55 Begehungen der Stationen in allen Häusern sind die burgenländischen Spitäler von den Fachleuten aus Deutschland nach den Kriterien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Risikomanagement und

Sicherheit, Information und Kommunikation, Unternehmensführung und Qualitätsmanagement beurteilt worden.

Laut dem burgenländischen Krankenanstaltengesetz sind die Rechtsträger der Krankenanstalten verpflichtet, „im Rahmen der Organisation Maßnahmen der Qualitätssicherung vorzusehen und dabei auch ausreichend überregionale Belange zu wahren." Die Maßnahmen seien „so zu gestalten, dass vergleichende Prüfungen mit anderen Krankenanstalten ermöglicht werden."

Im deutschsprachigen Raum sind knapp 300 Krankenhäuser KTQ-zertifiziert. In Österreich sind es insgesamt 19 Spitäler. KTQ veröffentlicht auf der Homepage www.ktq.de sämtliche Qualitätsberichte. 

Gleichzeitig haben alle vier KRAGES-Standorte von KTQ erneut auch das „Deutsche Palliativsiegel" erhalten. Dies haben sie 2015 bzw. 2016 erstmals erworben (Oberwart und Güssing waren damals überhaupt die ersten Krankenhäuser weltweit, die sich dieser speziellen Prüfung unterzogen haben). Hier geht es um die Versorgungsqualität von Sterbenden und Schwerstkranken entlang reproduzierbarer Kriterien.

 

Foto v.li.n.re.: Bibiane Pelzmann (Qualitätsmanagement-Beauftragte, KH Güssing), OA Dr. Herbert Ringhofer (Radiologieverbund Burgenland Mitte-Süd), Dr. Harald Hollnberger (ärztlicher Visitator, Ärztlicher Direktor Klinikum St. Marien, Amberg), Robert Dahmen (ökonomischer Visitator, Direktor KTQ-Akademie, Berlin), OA Dr. Veronika Tajmel (Anästhesie KH Güssing), Gesine Dannenmaier (Geschäftsführerin KTQ GmbH), Bianca Puntigam (Pflegedirektorin KH Güssing), Renate Peischl (Projektleiterin KRAGES), Thomas Kissinger, (Pflegevisitator, Pflegedirektor Knappschaftskrankenhaus Bochum)