KRAGES beschleunigt die Patientenverwaltung

30.05.18
• Alle vier landeseigenen Krankenhäuser führen am 2. und 3. Juni 2018 einen Releasewechsel in SAP durch und bringen damit die elektronische Patientenverwaltung auf den neuesten Stand   • Neue IT-Systeme schaffen in der KRAGES die Basis für wichtige neue Funktionen für Personal und Patienten, mehr Sicherheit, steigern die Geschwindigkeit und helfen Kosten zu sparen   • Spitalsbetrieb bleibt ganz normal aufrecht, Wartezeiten in Umstellungsphase möglich

Eisenstadt 28. Mai 2018 — Sechs Monate wurde intensiv geprüft, getestet und gecheckt, jetzt ist es soweit: Die Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H. (KRAGES) führt am 2. und 3. Juni 2018 einen Releasewechsel im SAP-Softwarepaket durch und bringt damit unter anderem die Patientenverwaltung in ihren Spitälern in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee auf den neuesten Stand der Technik. Die Computersysteme werden damit schneller, sicherer und vielfältig ausbaufähig.

Für die KRAGES ist dies eine der größten und wichtigsten IT-Umstellungen der vergangenen Jahre.

„Wir ersuchen unsere Patientinnen und Patienten um Verständnis, dass wir für diesen so wichtigen Schritt auch etwas Zeit brauchen“, sagt Mag. Georg Funovits, Prokurist in der KRAGES und für die IT verantwortlich. „Der Krankenhausbetrieb in unseren vier Häusern bleibt selbstverständlich rund um die Uhr aufrecht. Aber es kann wegen der Umstellung auch zu Wartezeiten kommen, zum Beispiel bei der Aufnahme. Dafür bitten wir schon im Vorfeld um Nachsicht.“

Alle medizinischen Geräte während Umstellung voll in Funktion

Die Anwendung zur Patientenverwaltung wird von Samstag, 2. Juni, ab 6 Uhr früh bis Sonntag, 3.Juni, um 15 Uhr abgeschaltet bleiben. Für diese Zeitspanne hat die KRAGES alles vorbereitet, sodass die Patientendaten trotzdem sicher und verlässlich verwaltet werden. „Medizinische Geräte und Versorgungssysteme in den Spitälern bleiben selbstverständlich auch in dieser Phase voll in Funktion“, betont Funovits.

Vollelektronische „Fieberkurve“

Mit der Umstellung auf die neue Version können Ärztinnen und Ärzte in den burgenländischen Akutspitälern gemeinsam mit dem Pflegepersonal die Patientinnen und Patienten noch besser betreuen. Beispielsweise wird es mit den neuen Systemen möglich, die „Fieberkurve“ künftig vollelektronisch zu führen. Das heißt, dass zum Beispiel bei einer Visite alle verschriebenen und verabreichten Medikamente direkt im mitgeführten Laptop in den Patientendaten vermerkt und nachkontrolliert werden können. Handschriftliche Einträge in Mappen gehören dann der Vergangenheit an. Die neuen Anwendungen schaffen außerdem die Voraussetzung, das Belegungsmanagement weiter zu verbessern — ein wesentlicher Faktor, um ein Spital effizient führen zu können.

Modernste Serverlandschaft

Zum technischen Hintergrund: Die Patientenverwaltung der KRAGES läuft auf SAP. Dieses wird auf die Version EHP7 umgestellt. Die komplette Server-Landschaft wird zudem virtualisiert, sprich: Der KRAGES steht damit die Erweiterung der Server-Landschaft ohne Aufstockung der Hardware zur Verfügung. Um auch wirklich 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche ausfallsicher zu sein, betreibt die KRAGES ein so genanntes redundantes Serversystem. Das heißt, das gesamte System wird spiegelgleich an zwei Standorten betrieben. Sollte es an einem Standort zu einem Ausfall kommen, übernimmt der zweite Standort den Betrieb.

Die Datenbanken bekommen außerdem die neu entwickelte Hochleistungs-Analyse-Anwendung SAP HANA. Damit wird die Verarbeitung und Analyse von großen Datenmengen in nahezu Echtzeit ermöglicht. Für die KRAGES, den größten Arbeitgeber des Burgenlandes, heißt das beispielsweise, dass Berichte und Abfragen zehnmal so schnell wie bisher vom System bereit gestellt werden. Kostendämpfend wirkt, dass das bisherige lizenzpflichtige IBM-Unix-Betriebssystem durch Linux ersetzt wird.

Über die KRAGES

Die Burgenländische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H (KRAGES) mit Sitz in Eisenstadt ist seit Dezember 2017 Teil der Landesholding Burgenland GmbH, einer 100-%-Tochter des Landes Burgenland. Die KRAGES wurde 1992 gegründet und hat insgesamt derzeit rund 2450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist damit der größte Arbeitgeber im Land. Die KRAGES betreibt die Spitäler in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee. Tochterunternehmen sind der Psychosoziale Dienst Burgenland sowie die Selbsthilfe-Werkstätten-Betriebs-GmbH. Beteiligt ist die KRAGES an den Pflegeheimen in Neudörfl, Oberpullendorf und Rechnitz. Die KRAGES ist auch der Rechtsträger der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege in Oberwart (GKPS) mit einem weiteren Standort in Frauenkirchen.

Rückfragehinweis

Mag. Leo Szemeliker

Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0664/282 25 00

Mail: leo.szemeliker@krages.at

KRAGES-Direktion, 7000 Eisenstadt, Josef-Hyrtl-Platz 4