Landeshauptmann Hans Niessl besucht das KH Güssing

12.07.17
Um „Danke“ zu sagen für die herausragenden Leistungen, um Wertschätzung auszudrücken, aber auch um durch gute Gespräche neue Vorschläge und Lösungsansätze mitzunehmen - unter diesen Parametern statteten Landeshauptmann Hans Niessl und Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos am 10. Juli 2017 dem Krankenhaus Güssing einen Besuch ab. Dieses Zusammentreffen mit der Kollegialen Führung und den MitarbeiterInnen ist Teil einer Tour durch alle burgenländischen Krankenanstalten, nach deren Ende ab Herbst 2017 auf Basis einer Arbeitsgruppe der bis dato eingeschlagene „burgenländische Erfolgsweg“ im Gesundheitsbereich weiter ausgebaut, optimiert und zukunftsorientiert für kommende Generationen gestaltet werden soll.

„Wir wollen Synergien nutzen, Doppelgleisigkeiten beseitigen, finanzielle Spielräume auslösen, um damit budgetär neue Maßnahmen für die PatientInnen setzen zu können, denn Gesundheit und Soziales sind im Burgenland ganz wesentliche Schwerpunkte der Landespolitik. Das zeigt das Landesbudget, wo fast jeder zweite Euro für diese Bereiche verankert ist. Das ist natürlich eine große finanzielle Herausforderung für das Land. Aber, ich bin davon überzeugt, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer Anspruch auf die bestmögliche Versorgung haben. Das bedeutet, eine qualitative und bedarfsgerechte Erweiterung des medizinischen Leistungsangebots, den Einsatz modernster medizinisch-technischer Geräte, ein qualifiziertes Personal und herausragende Spitzenkräfte in den Spitälern. Die Basis dafür liegt in der wohnortnahen Versorgung. Diese wohnortnahe Versorgung ist durch die Standortgarantie, die wir für alle fünf Spitäler im Burgenland abgeben, gesichert“, so Landeshauptmann Hans Niessl.

Medizinische Versorgung
Das, so Gesundheits- und Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos, gelte natürlich auch für das Krankenhaus Güssing: „Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH garantiert im Burgenland eine bedarfsgerechte, flächendeckende und leicht zugängliche Gesundheitsversorgung. Qualität und Service werden dabei groß geschrieben. Das Krankenhaus Oberwart und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt werden in Zukunft stärker auf die gesamtmedizinische Versorgung fokussiert - und das rund um die Uhr. Notfälle und ambulante Behandlungen werden hier versiert. Die Standorte Kittsee, Oberpullendorf und das Krankenhaus hier in Güssing, das für die medizinische Versorgung der beiden südlichsten Bezirke und damit für das Burgenland insgesamt gesehen einen sehr hohen Stellenwert hat, sollen zu hoch spezialisierten Leistungszentren aufgerüstet werden. 2016 wurden hier in Güssing mehr als 8.800 PatientInnen stationär und knapp 21.400 ambulant betreut. Die Direktion, die Ärzte, die Pflegekräfte, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Nicht zuletzt ist das Krankenhaus Güssing mit mehr als 330 MitarbeiterInnen auch einer der größten Arbeitgeber in der Region. Eine Standortgarantie bedeutet somit auch eine Arbeitsplatzgarantie, denn auch die Sicherung von Arbeitsplätzen ist ein Schwerpunkt unserer Landespolitik.“ 

Krankenhaus Güssing
Zurzeit stehen dem Krankenhaus 141 Betten zur Verfügung. Die Versorgung geht durch die Bereiche Tagesklinik für Augenheilkunde und einer Abteilung für Orthopädie über die Standardversorgung hinaus. Seit 2015 beherbergt das Krankenhaus in Kooperation mit dem AKH MedUni Wien das Brustgesundheitszentrum Pannonia Süd. Das Brustgesundheitszentrum wird interdisziplinär unter Federführung der Chirurgischen Abteilung betrieben und fungiert als Anlaufstelle für PatientInnen mit Erkrankungen der Brustdrüse. Hinsichtlich des Qualitätsmanagements wurde das Krankenhaus Güssing bereits 2011 von der Joint Commission International JCI akkreditiert und für seine hohe Qualität der PatientenInnenversorgung ausgezeichnet. Im Jahr 2015 hat sich das Krankenhaus Güssing der Begutachtung durch das internationale KTQ-Verfahren gestellt und wurden mit dem KTQ-Zertifikat prämiert. Die Verleihung des Deutschen Palliativsiegels im April 2015 weist die Einrichtung als Krankenhaus aus, in dem auch Schwerstkranke und Sterbende bestmögliche Zuwendung und Betreuung erhalten. Ebenfalls 2015 wurde das Brustgesundheitszentrum zertifiziert und im November 2016 wurde durch die Bundesgesundheitskommission am Standort Güssing die Errichtung eines MRT-Gerätes genehmigt.

Landesholding Burgenland – Eingliederung KRAGES
Als öffentliche Hand ist das Land natürlich aber auch gefordert, dass die gegebenen Ressourcen dementsprechend effizient eingesetzt werden. Aus diesem Grund wurden mit der Landesholding Burgenland die Beteiligungen des Landes auf neue Beine gestellt. Durch diese Landesholding werden Kräfte gebündelt. Diese Bündelung macht es möglich, dass Mittel noch effizienter eingesetzt werden, dass wertvolle Synergien entstehen. Dazu Mag. Hans-Peter Rucker, Geschäftsführer der Landesholding Burgenland GmbH: „Damit diese Bündelung Sinn macht und auch Wirkung entfaltet, ist es erforderlich, dass die wichtigsten Beteiligungen und landesnahen Unternehmen, also auch die Burgenländische Krankenanstalten GmbH, in die Landesholding Burgenland eingebracht werden. Durch diese Veränderung werden verschiedene Bereiche der KRAGES noch optimaler und effizienter gestaltet. Damit kann die KRAGES ihren Kernaufgaben nachkommen und leistet einen wesentlichen Beitrag für die Standortgarantie der 5 Krankenanstalten, für diese und für nächste Generationen, für die jetzigen und zukünftigen MitarbeiterInnen.“

 

Foto (v.l.n.r.): Mag. Hans-Peter Rucker, Geschäftsführer der Landesholding Burgenland GmbH, Heinz Kulovits, Vorsitzender Zentralbetriebsrat, DGKP Bianca Puntigam, MSc, Pflegedirektorin, Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Mag. Norbert Darabos, Prim. Dr. Wilfried Horvath, Ärztlicher Direktor und Reinhold Hallemann, Kaufmännischer Direktor