Pressemeldung im KURIER vom 1.10.2016

3.10.16

Als Geschäftsführer der KRAGES registrierte ich mit Erstaunen den Artikel im „KURIER“ vom Samstag: „In Spitälern fehlen 70 Ärzte“

Tagesaktuelle Zahlen und Fakten liegen der KRAGES als strategisches Instrument jederzeit vor, wodurch sich eine solche außenwirksame Abweichung in der Wahrnehmung kaum erklären lässt. Durch die Auflösung der Verbünde als auch den Herausforderungen des Ärztearbeitszeitgesetzes wurde unser Unternehmen unweigerlich geprüft. Durch die Unterstützung aller Berufsgruppen, vor allem der Pflege, konnte die eine oder andere schwierige Situation gemeistert werden. Ein Fehlen von 70 Ärzten in den burgenländischen Spitälern und damit von fast 13%, könnte jedoch zu keinem Zeitpunkt ohne jegliche schwerwiegenden Irritationen kompensiert werden.

Unter Berücksichtigung der Zahlen und Fakten, erscheint hierbei das Zahlenspiel aller Berufsgruppen zugeschlagen zu haben. Derzeit sind in der KRAGES knapp 300 Ärztinnen und Ärzte beschäftigt. Von den 540 Planstellen der burgenländischen Krankenanstalten waren mit Stand 1. September 2016 nur 28 unbesetzt, das entspricht einem Besetzungsgrad von 95 %. Diese Zahlen wurden nach Rücksprache mit den Barmherzigen Brüdern Eisenstadt erhoben und verifiziert.

Damit sind die Spitäler des Burgenlandes zu vergleichbaren anderen ländlichen Regionen außerordentlich gut besetzt.

Im Sinne eines stetigen Bemühens am Puls der Zeit zu sein, denken wir als nächsten Schritt ein innovatives Gehaltsschema an. Dieses freiwillige, alternative und kostenneutrale Gehaltsschema sollte als Anreizsystem für Jungärzte dienen, die in der derzeitigen Struktur vernachlässigt wurden. In diesem Zusammenhang geht es nicht um das Suchen nach Schuldigen, sondern schlichtweg um Lösungen im Interesse des Burgenlands.

Mit freundlichen Grüßen

DI (FH) Mag. René Martin Schnedl
Geschäftsführer

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