Eiskalter Magnet im Anflug auf Kittsee

29.01.19

Der neue Magnetresonanz-Tomograph wurde am Dienstag aus Deutschland angeliefert und mit dem Kran spektakulär in den neuen Untersuchungsraum im Ladislaus-Batthyány-Strattmann-Spital gehoben.

Im Automobilbau nennt man es „die Hochzeit“, wenn der Motor in die Karosserie gehoben wird. Im Krankenhausbau gibt es den Ausdruck – noch – nicht, aber ein ähnlich einmaliges Ereignis fand am 29. Jänner 2019 in Kittsee statt: Ein eigens aufgestellter Lastwagen-Kran hob den neuen Magnetresonanz-Tomographen durch eine Dachluke in die neu errichtete MR-Station des Ladislaus-Batthyány-Strattmann-Spitals. Das 4,8 Tonnen schwere medizinische Gerät, hergestellt von Siemens, fuhr mit dem LkW vom Werk in Erlangen ins nördlichste Krankenhaus der KRAGES im Burgenland. Es war gefüllt mit flüssigem Helium, um den Magneten auch während der Fahrt und während des „Flugs“ über Kittsee permanent auf der notwendigen Kühltemperatur von minus 269 Grad zu halten.

Die Flugphase verlief reibungslos, die Kirche zur Kreuzerhöhung neben dem Spital sowie ein strahlend schöner Wintertag gaben eine filmreife Kulisse. Das 2,3 Meter mal 1,8 Meter große und 2,3 Meter hohe High-Tech-Gerät wurde durch eine extra provisorisch frei gelassene Dachluke im neuem Untersuchungsraum aufgestellt.

Neubau kurz vor dem Fertigwerden
Der Neubau steht kurz vor dem Abschluss, die letzten Arbeiten laufen auf Hochtouren. Die Technische Direktion der KRAGES ist genau im Zeitplan. Wenn das Wetter mitspielt, wird der Patientenbetrieb in Kittsee im Laufe des März 2019 aufgenommen werden – wie geplant. Damit bekommt das Spital im Neusiedler Bezirk endlich auch ein eigenes MRT, „extrem wichtig für uns und unsere Patientinnen und Patienten“, sagt auch Primaria Dr. Anna Kettner, Ärztliche Direktorin des KH Kittsee. Bisher mussten die Leute nach Eisenstadt oder nach Wien für eine MRT-Untersuchung transportiert werden. Ab März bietet auch das Haus in Kittsee Magnetresonanz-Tomographie an, sowohl für die stationär aufgenommen Personen wie auch ambulant.

Investition 2,9 Millionen Euro
Die KRAGES investiert hier 2,9 Millionen Euro – inklusive der Kosten für das Gerät und für die Verlegung der Urologie. Ziel sind wie auch im Südburgenland die niedrigsten Wartezeiten auf MR-Untersuchungen in ganz Österreich – maximal zwei Wochen. Ambulante Patientinnen und Patienten, die eine Zuweisung haben, können sich entweder unter 057979 33133 oder unter www.krages.at/terminvergabe Ihren MR-Termin fixieren – für alle drei Geräte, in Oberwart, Güssing oder Kittsee.