Herzlichen Dank den Wörterberger Adventkranz-Damen

7.12.18

· KRAGES-Spital Oberwart: 15 Jahre Spendenaktion für Onkologie geht zu Ende · Onkologische und palliativmedizinische Station feiert 15 Jahre Bestehen

Am Freitag ging im Krankenhaus Oberwart eine großartige 15-jährige Tradition zu Ende: Zum
letzten Mal überreichte die Adventkranz-Runde aus Wörterberg im Bezirk Güssing der
Onkologie im KRAGES-Schwerpunktspital einen ordentlichen Geldbetrag, den die Damen aus
dem Verkauf von kunstfertig geflochtenen Adventkränzen erlöst hatten. Auch heuer
übergaben die Wörterbergerinnen wieder 2000 Euro an die Onkologie in Oberwart. Die
Abteilung für Interne Medizin von Primar Dr. Gerfried Gratze und der zuständige Oberarzt Dr.
Wolfgang Stangl bedankten sich für das Engagement der Damenrunde und die viele Zeit, die
sie in das Flechten und den Verkauf der Adventkränze gesteckt hatte.

Seitens der Damen heißt es rückblickend: „Es war uns diese Spendenaktion ein Bedürfnis,
weil die Stationen der Onkologie Tolles geleistet haben. Sie waren immer für unsere
erkrankten Angehörigen und Freunde da. Der Verkauf der Kränze ist für einen guten Zweck
und unsere Spende gelangt direkt dorthin, wo sie gebraucht wird – ohne Bürokratie oder
sonstigen Zwischenstationen. Das ist uns sehr wichtig.“

Mehr als zwei Dutzend Frauen flechten die Kränze für den wohltätigen Zweck. Die
Hauptorganisatorinnen, Ilse Schuster, Rosi Pieber und Elisabeth Rath, hatten im Jahr 2003
gemeinsam mit den Damen ihrer Adventkranzrunde entscheiden, den Erlös der verkauften
Kränze zu spenden: acht Mal an die die Onkologie-Abteilung des Krankenhauses Oberwart
und sieben Mal an die Onkologie des Spitals Fürstenfeld (insgesamt 30.000 Euro in 15
Jahren). Die Älteren unter Damen, die das Adventkranzflechtens noch mit einer speziellen
traditionellen Technik beherrschen, sind heuer zum letzten Mal im Einsatz.

Auch seitens der KRAGES-Geschäftsführung wollen wir uns ausdrücklich für die viele Arbeit
und die erlösten Spenden der vergangenen 15 Jahre bedanken.

Auch die Onkologie- und Palliativstation in Oberwart feiert heuer das 15-jährige Bestehen. OA
Dr. Wolfgang Stangl sagt: „15 Jahre bedeuten, dass wir mehr als 37.500 mal Chemotherapie
verabreicht haben, mehr 25.000 Patientinnen und Patienten stationär aufgenommen haben.
Und dass wir mehr als 1500 Menschen in der Palliativstation an ihr Lebensende begleitet
haben.“ Im Tumorboard der KRAGES haben Ärztinnen und Ärzte der verschiedensten
Fachrichtungen die Krebserkrankungen von 8000 Menschen besprochen, um die jeweils
bestmögliche Therapie auszuwählen.

Dr. Stangl: „Unser Motto ist: Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders
setzen. Alles, was wir geleistet haben, funktioniert deshalb so gut, weil wir offen
kommunizieren. Mit den Patientinnen und Patienten, aber auch in unserem multidisziplinären
Team. Durch eine intensive Fortbildung, durch den Erwerb von Expertise und vor allem auch
durch viel Mitgefühl gegenüber Patientinnen und Patienten sowie den Angehörigen kann man
auch sehr schwere Belastungen bewältigen.“

Neben Ärzten und dem Pflegeteam sind an der Onkologie in Oberwart auch DiätologInnen,
PsychotherapeutInnen und spirituelle BegleiterInnen im Einsatz. Die Station ist außerdem
beim „Forum Palliativ“ (Vorträge und Podiumsdiskussionen in der Neuen Mittelschule
Oberwart) involviert, an dem in den Jahren 2009 bis 2018 rund fünftausend Personen
teilgenommen haben. Mit der diesjährigen Spende unterstützen die Wörterberger Damen
weitere Ausbildungen und Kurse.

v.l.n.r. Prim. Dr. Gerfried Gratze, Ilse Schuster aus Wörterberg, Pflegedirektor Andreas Schmidt, Rosi Pieber, ÖA Dr. Wolfgang Stangl, Elisabeth Stangl, Stationsleiterin Christine Magyar