KRAGES-MitarbeiterInnen bekommen Corona-Zulage

15.09.20

„Corona-Gefahren- und Erschwernis-Zulagen“ für alle, die seit März 2020 im direkten Patientenkontakt stehen – werden mit Oktober-Gehältern an rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbezahlt

Jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.mb.H (KRAGES), die während der Corona-Pandemie im direkten PatientInnen-Kontakt der Ansteckungsgefahr besonders ausgesetzt waren und sind, bekommen mit den Oktober-Gehältern eine zusätzliche Risiko-Prämie. Darauf haben sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil als Eigentümervertreter, KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl und KRAGES-Zentralbetriebsratsvorsitzender Heinz Kulovits geeinigt.

„Das Burgenland ist auch deshalb bisher so gut durch diese Krise gekommen, weil Menschen auf allen Ebenen großen Einsatz gezeigt haben. In unseren Spitälern waren Risiko und Druck für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders hoch – daher war es uns ein Anliegen, dass diese Leistungen auch finanziell honoriert werden. Dieses Versprechen lösen wir nun ein“, sagt Landeshauptmann Doskozil, der Aufsichtsratsvorsitzende der KRAGES.

Konkret wurden zwei „Gefahren- und Erschwernis-Zulagen“ vereinbart:

  • Zum einen bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die erste „Hochphase“ der Pandemie – also zwischen 16. März und 30. Juni 2020  14,30 Euro pro geleisteten Dienst zusätzlich überwiesen (steuerfrei). Dies gilt dann, wenn sie im direkten PatientInnen-Kontakt eingesetzt und somit einem höheren Risiko ausgesetzt waren – also etwa ÄrztInnen, Pflege, Medizinisch-Technischer Dienst, TherapeutInnen, Personal in der PatientInnen-Aufnahme, in der Zugangstriage und andere mehr. 
  • Zum anderen erhalten jene 14,30 Euro pro Dienst zusätzlich, die seit dem 1. Juli 2020 ihren Dienst in CoViD19-Schutzkleidung versehen müssen. 
  • Insgesamt zahlt die KRAGES mit den kommenden Oktober-Gehältern rund eine Million Euro zusätzlich als Zulage für die „Corona-Hochphase“ (März bis Juni) an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Die Aufwände für die ab Juli geltende Prämienregelung hängen von der weiteren Entwicklung ab. Die ausverhandelten 14,30 Euro orientieren sich im Übrigen in der Höhe an der Zulage für Dienste in der Intensivstation.

Rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee fallen in die Gruppe jener, die beruflich bedingt stärker in Ansteckungsgefahr waren und daher eine Risiko-Zulage erhalten.

„Burgenland beweist Wertschätzung“

„Es freut mich, dass sich das Land, die KRAGES-Direktion und der Betriebsrat rasch auf eine gemeinsam getragene Vorgangsweise einigen konnten“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, „das Burgenland beweist mit dieser Lösung einmal mehr, dass uns sowohl der weitere Ausbau der Spitalsinfrastruktur wichtig ist, ebenso wie die Wertschätzung der motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES, sagt: „Mehr Risiko bedeutet laut unserer Einigung auch mehr Geld. Wir gelten damit jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die zusätzliche Gefahr im direkten Patientenkontakt ab, da sie in ihren Diensten in der Corona-Hochphase von März bis Ende Juni einem besonders hohen Risiko einer Corona-Ansteckung ausgesetzt waren. Die Zulage ist steuerfrei, wir werden sie Mitte Oktober mit den regulären Gehältern auszahlen. Die Zulage für jene, die seit Juli mit voller Schutzausrüstung ihren Dienst tun müssen, gilt bis auf weiteres – solange, wie diese Pandemie eben anhält.“

Heinz Kulovits, Zentralbetriebsratsvorsitzender der KRAGES, sagt: „Wir haben eine einzigartige und am Risiko orientierte Corona-Gefahren-Zulage mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil vereinbart. Der gute Wille war immer vorhanden. Es ist eine gute Lösung herausgekommen, wertschätzend, nachhaltig und fair. Aus meiner Sicht ist das die beste Corona-Prämienregelung in ganz Österreich.”

Landeshauptmann Doskozil will als nächsten Schritt auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt ins Boot holen. Dieses wird zwar ebenfalls vom Burgenländischen Gesundheitsfonds finanziert, liegt aber nicht im Verantwortungsbereich der KRAGES bzw. des Landes. Der Landeshauptmann habe daher den Geschäftsführer der Landesholding Burgenland, Hans Peter Rucker, beauftragt, „die laufenden Vergleichsverhandlungen des Landes mit den Barmherzigen Brüdern zu finalisieren und dabei die Einführung des Mindestlohnes und die Corona-Zulage nach Vorbild der KRAGES mit zu verhandeln.“

Foto: Mag. Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES, Heinz Kulovits, Zentralbetriebsratsvorsitzender der KRAGES, Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der KRAGES
Bgld. Landesmedienservice