KRAGES: Rechnungshof-Vorschläge sind in Umsetzung

8.03.19

• KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis zu jüngstem Rechnungshofbericht: „Sinnvolle Vorschläge sind willkommen. Sind teilweise realisiert worden. Die Vergangenheit wurde abgeschlossen.“ • Vier Landesspitäler in Oberwart, Oberpullendorf, Güssing, und Kittsee stehen gut da: 92 Prozent der PatientInnen laut Umfrage mit Spitalsleistungen zufrieden • „Masterplan Burgenlands Spitäler“ als wesentliches Reformprojekt

Hohe Effizienz bedeutet hohe Qualität. Das gilt vor allem auch im Spitalswesen. Daher begrüßt die KRAGES die Gebarungsprüfung durch Landes- und Bundesrechnungshof. Der Prüfungsbericht „Burgenländischen Krankenanstalten Ges.m.b.H. (KRAGES)“ (Berichtszahl: LRH-310-8/400-2019) wurde dem Unternehmen am Freitag zur Kenntnis gebracht. Mag. (FH) Harald Keckeis, MPH, LL.M., Geschäftsführer der KRAGES, sagt dazu: „Sinnvolle Vorschläge sind willkommen. Konstruktive Kritik nehmen wir selbstverständlich ernst. Vieles von dem, was der Rechnungshof vorschlägt, ist bereits Realität oder wurde in ein Projekt eingebracht. Den Burgenländerinnen und Burgenländern kann ich jedenfalls versichern: Die Versorgung mit Spitalsdienstleistungen funktioniert und das auf hohem Niveau. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten ihr Bestes, und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.“

Mehr als neun von zehn Patientinnen und Patienten rundum zufrieden
Das kann die KRAGES auch belegen. Eine Umfrage des Qualitätsmanagements unter 1500 stationär in den vier landeseigenen Spitälern aufgenommenen Personen hat erst unlängst gezeigt: 92 Prozent der Patientinnen und Patienten sind mit den Spitälern zufrieden.

Laufende Verbesserungen sind aber im Spitalswesen immer ein Thema: Die Landesholding Burgenland ist seit Jänner 2018 Eigentümerin der KRAGES. Mit der Holding gemeinsam wurde etwa eine neue Dienstwagenrichtlinie ausgearbeitet. Auch der aktuelle Geschäftsführervertrag entspricht den Anforderungen. Ein neues System der Liquiditätsplanung ist ebenfalls seit dem Budget 2019 umgesetzt. Weiters sind die KRAGES und der Burgenländische Gesundheitsfonds (BURGEF) seit heuer rechtlich und organisatorisch getrennt.

Entlassung des ehemaligen Geschäftsführers: außergewöhnlicher Einzelfall
Zu den RH-Ausführungen zur Entlassung eines früheren Geschäftsführers im Frühjahr 2017 ist zu sagen: Das war für die KRAGES ein außergewöhnlicher Einzelfall. Mit dem Ende Dezember 2018 zwischen der KRAGES und dem früheren Geschäftsführer vertraglich abgeschlossenen Generalvergleich ist dieses Kapitel aus Sicht der Landeskrankenanstalten beendet.

„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ruhe arbeiten lassen“
Harald Keckeis: „Die Vergangenheit haben wir abgeschlossen. Wir blicken nun in die Zukunft Man sollte alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter KRAGES jetzt in Ruhe arbeiten lassen. Gemeinsam mit unserem Eigentümer, dem Land Burgenland, haben wir uns vorgenommen, die Spitalsversorgung des Burgenlandes mit unseren vier garantiert bestehenbleibenden Standorten zu modernisieren, abzustimmen, bestmöglich zu vernetzen, kostenbewusst zu betreiben und damit langfristig abzusichern. Unser Ziel ist ambitioniert: Wir wollen zu den Besten gehören.“

Zu den nächsten Schritten sagt Keckeis: „Wir müssen uns laufend weiterentwickeln – medizinisch, organisatorisch, wirtschaftlich. Es ist jetzt genau die richtige Zeit, sich neu zu strukturieren. Dies tun wir als wesentlicher Player im ‚Masterplan Burgenlands Spitäler‘, auch mit dem Neubau des südburgenländischen Schwerpunktkrankenhauses Oberwart ab 2020.“ In diesen Prozess will die KRAGES auch die Erkenntnisse aus dem bereits am 6. März veröffentlichten Prüfbericht „Allgemeine Krankenanstalten im Burgenland“ (LRH-320-19/61-2019) berücksichtigen.

Bericht wird jetzt weiter analysiert
Den jetzt veröffentlichten Bericht von Landes- und Bundesrechnungshof werde die KRAGES jedenfalls weiter im Detail analysieren, alle Vorschläge prüfen und allenfalls weitere Maßnahmen im Einklang mit den gesundheitspolitischen Vorgaben des Eigentümers umsetzen.