KRAGES-Spitäler: Ab sofort neue Corona-Maßnahmen

3.11.20

Ersuchen, Besuche so weit wie möglich zu reduzieren - Sicherung der Intensivkapazitäten: Akut- und Tumor Operationen werden weiter durchgeführt, geplante Eingriffe müssen teilweise verschoben werden - FFP2-Masken für alle, mehr Schnelltests

Die COVID-Situation spitzt sich österreichweit zu. Um sicherzustellen, dass im Burgenland vor allem ausreichend Intensivkapazitäten zur Verfügung stehen, setzen die vier Spitäler der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) auf Basis der jüngsten COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums weitere Schritte, um die Spitalsversorgung im Burgenland bestmöglich aufrecht zu erhalten.

Folgende Maßnahmen sollen helfen, die Ziele zu erreichen:

  • Weniger Kontakte im Krankenhaus
  • Mehr Intensiv-Kapazität für COVID-Patientinnen
  • Mehr FFP2-Masken
  • Mehr Antigen-Schnelltests


Bitte von nicht notwendigen Spitalsbesuchen Abstand nehmen
Besuche im Krankenhaus bleiben möglich – aber nur von zwei registrierten Personen pro Patientin/Patient, ausschließlich zwischen 14 bis 16 Uhr, für die Dauer von maximal eine halbe Stunde, und nur nach telefonischer Voranmeldung. Begründete Ausnahmen davon sind Besuche rund um
Geburten, Besuche von Kindern und Jugendlichen, Besuche in Palliativsituationen sowie für Verabschiedungen. Ein Antigen-Schnelltest ist
für alle Besucherinnen und Besucher verpflichtend (Kostenbeitrag: 5 Euro, bar zu bezahlen beim Eingang, Wartezeit: ca. 20 Minuten).

Die KRAGES appelliert aber eindringlich an alle Angehörige und Freunde von stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten: Bitte kommen Sie bis auf weiteres nur dann auf Besuch ins Spital, wenn Sie es als unbedingt notwendig erachten. Je weniger Kontakte stattfinden, desto niedriger ist das
Ansteckungsrisiko.

OP-Programm muss an COVID-Lage angepasst werden
Alle Prognosen sagen auch dem Burgenland für die kommenden Wochen stark steigende Infektionszahlen voraus. Um dem damit verbundenen steigenden Bedarf an Intensivbetten und Personal für COVID-Patienten zu begegnen, müssen in allen Krankenanstalten ab sofort geplante Operationen verschoben werden. Damit werden mehr Intensivmediziner und intensivmedizinisch geschultes Pflegepersonal auf den Intensivstationen verfügbar sein. Zu betonen ist: Akuteingriffe und Tumoroperationen werden weiterhin mit hoher Priorität stattfinden.

Gesundheitstelefon 1450 bleibt erste COVID-Anlaufstelle
Die Spitäler ersuchen, die Akut-Ambulanzen nur in Notfällen aufzusuchen. Nach wie vor gilt der Appell: Bei milden COVID-Symptomen wie Fieber,
Husten, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns und anderen Zeichen ist zu allererst die Gesundheitshotline 1450 oder die
Hausärztin oder der Hausarzt anzurufen. Die Spitäler ersuchen die Bevölkerung, sich auch wegen Wünschen nach COVID-Tests an 1450 sowie die Hausärztinnen und Hausärzte zu wenden.

FFP2-Masken für alle
Wie bisher bekommt jede Besucherin und jeder Besucher eine FFP2-Atemschutzmaske ausgehändigt. Dieses Service bekommen ab sofort auch
Patientinnen und Patienten von Ambulanzen und deren Begleitpersonen. Die Masken müssen im Spital immer getragen werden. Das gesamte Personal der KRAGES verwendet im Dienst bereits FFP2-Masken.

Mehr Corona-Schnelltests
Besucherinnen und Besucher werden bereits seit der Vorwoche vor dem Betreten des Krankenhauses mittels Antigen-Test auf eine COVID-19-
Infektion getestet, ebenso wie alle stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten. Ein Ergebnis liegt dabei meist nach 20 Minuten vor.
Entsprechend der Verordnung des Gesundheitsministeriums wird die KRAGES die Zahl der regelmäßigen Personal-Schnelltests weiter erhöhen.