Landeshauptmann appelliert an die Bevölkerung: „Es braucht jetzt Verantwortungsbewusstsein“

16.11.20

KRAGES-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Peter Doskozil: „Gemeinsam alles tun, um Kapazitäten in Spitälern zu schützen und Personal vor Überlastung zu bewahren, Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen“

„Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der es vorrangig darum gehen muss, die Kapazitäten unserer Spitäler und des Gesundheitssystems zu schützen. Denn alle Notfall- und Akutpatienten sollen weiter die Versorgung bekommen, die ihnen zusteht. Wir wollen eine CoViD-Triage vermeiden und verhindern, dass das Personal in den Spitälern gänzlich überlastet“, sagt Landeshauptmann und KRAGES-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Peter Doskozil zum Beginn der neuerlichen Lock-down-Phase. Sein Appell laute daher, die verordneten Maßnahmen einzuhalten, alle Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten und soziale Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. „Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen. Da braucht es jetzt Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein – jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Stabilisierung der Situation leisten.“  

Angesichts der jetzt vom Bund ergriffenen Maßnahmen sagt Landeshauptmann Doskozil, dass sich nun zeige, „wie sehr es an einer einheitlichen Steuerung mangelt“. Der Bund sehe nun im Pflegebereich weitgehend die Regelung vor, die das Land bereits vor zwei Wochen verordnet hat. Das Besuchsverbot mit Ausnahmen in den Spitälern folge ebenfalls der Richtung, die das Burgenland von sich aus eingeschlagen hat. Im Schul- und Kindergartenbereich habe sich die Bundesregierung nur zu einem Minimalkompromiss durchgerungen, der eine Notfallbetreuung für berufstätige Eltern sicherstellt.

Als Landeshauptmann gelte sein aufrichtiger Dank allen Burgenländerinnen und Burgenländern, „die das Land am Laufen halten und unter teilweise harten Bedingungen ihre Arbeit verrichten“, so Doskozil.