Landeshauptmann Doskozil: Neues Spital in Oberwart ist Meilenstein beim Ausbau der Gesundheitsversorgung

19.05.20

• Baustart beim neuen südburgenländischen Schwerpunktspital mit Spatenstich im kleinen Rahmen • Land bekennt sich zu Investitionen in leistungsfähige und wohnortnahe Spitäler

Video von Pressekonferenz und Spatenstich: https://www.burgenland.at/videothek/videothek/videothek-beitrag/news/spatenstich-krankenhaus-oberwart/

OBERWART, 19. Mai 2020 – Auf einer Grundfläche von 44.800m2, bei einer verbauten Fläche von 16.000m2 wird ab sofort bis Ende 2023 das neue Krankenhaus in Oberwart als neues Schwerpunktspital im Südburgenland errichtet. Der Spatenstich fand am Dienstag in einem aufgrund der nach wie vor notwendigen CoViD-19-Schutzmaßnahmen reduzierten Rahmen statt – mit KRAGES-Aufsichtsratsvorsitzenden und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucker, Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner, Architekt Franz Ederer sowie dem Projektverantwortlichen Heinz Fellner (BELIG).

„Klares Signal“
„Es ist ein klares Signal der Landespolitik, dass die größte Investition in der Geschichte des Landes im Gesundheitsbereich realisiert wird. Der Neubau mit 319 Betten wird das Leitspital des Südburgenlandes und der Ostregion Österreichs. Wir bekennen uns damit zu einer hochwertigen Spitalsversorgung für unsere Bevölkerung – und stärken das in der Coronavirus-Krise erprobte Gesundheitssystem des Burgenlandes weiter. Der Baustart in Oberwart ist ein weiterer Meilenstein“, betonte Landeshauptmann Doskozil.
Dieser Tage haben die vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen, im Juni startet der Erdbau. Die Ausschreibungen für den Bau-Generalunternehmer sind in der Endphase, dieser soll seine Tätigkeit im Herbst 2020 aufnehmen. Die Bauarbeiten sollen bis zum vierten Quartal 2023 abgeschlossen sein, nach dem Umzug ist die Inbetriebnahme des neuen Spitals für das dritte Quartal 2024 vorgesehen.

Erweitertes Leistungsangebot
Das Leistungsangebot wird im neuen Haus im Vergleich zum alten Spital umfassend modernisiert und erweitert: dazu zählen vor allem erstmals eine Herzkatheter-Station für das Südburgenland, die neueste Ausstattung in der Radiologie oder in der Dialyse sowie sieben OP-Säle. Angesichts der Corona-Welle wichtig: Die Behandlung von Pandemien (mit möglichen Isolierbereichen, mehr Isolierbetten, einer besseren Bettenaufteilung in den Zimmern) war bereits vor Ausbrechen dieser Krise Bestandteil der Planung. 

„Leistungsfähig und wohnortnahe“
„Wir garantieren im Regierungsprogramm nicht nur die Aufrechterhaltung von fünf Spitälern, sondern bekennen uns mit dem Masterplan auch ganz klar zu den Neubauten in Oberwart und Gols sowie zu Investitionen in die anderen Standorte. Ich bin jetzt mehr denn je davon überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung gewesen ist. Die Coronavirus-Pandemie bestätigt das burgenländische Engagement für eine leistungsfähige, wohnortnahe Spitalsstruktur. Da wird es mit mir auch keine Abstriche geben. Das Burgenland ist so exzellent finanziell aufgestellt, dass man das heurige und das nächste Jahr unter den gegebenen Voraussetzungen sicherlich auch finanziell gut bewältigen wird“, so Doskozil. Beim neuen Schwerpunktspital Oberwart werde eine Gesamtinvestitionssumme von maximal 235 Millionen Euro nicht überschritten werden, so der Landeshauptmann.

„Zeitplan bleibt aufrecht“
KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucker: „Das Krankenhaus Oberwart ist das größte Hochbauprojekt im Burgenland. In Zeiten, in denen das Coronavirus auch zu einer wirtschaftlichen Krise geführt hat, ist es wichtig, dass man ein Signal setzt, dass das Leben weitergeht.“ Und: „Es hat sich erneut gezeigt: Unser Team in Oberwart ist bestens aufgestellt und hat bereits seit der Planungs- und Ausschreibungsphase dieses für das Burgenland so wichtige Großprojekt professionell im Griff. Trotz Corona bleibt unser Zeitplan selbstverständlich aufrecht.“


FACTS KH Oberwart neu

Gesamtinvestitionssumme: max. 235 Mio. €

Zeitplan bis zu Umzug und Inbetriebnahme:
• Beginn vorbereitende Baumaßnahmen (HTL Bau, Jennersdorf): Mai 2020
• Beginn Erdbau, Tiefengründung (ARGE Strabag/Granit, Wr. Neustadt/Graz): ab Juni 2020
• Laufende Ausschreibungen: Generalunternehmer, Installationen plus insgesamt rund 50 weitere Vergabepakete (zB Aufzüge, Rohrpost etc)
• Baustart Generalunternehmer: ab Q4/2020
• Baufertigstellung: bis Q4/2023
• Übersiedelung aus dem Altbau, Inbetriebnahme des Neubaus: bis Q3/2024

Kennzahlen des neuen Spitals:
• Grundfläche des Grundstücks: 44.800 m²
• Überbaute Fläche: 16.000 m²
• Bruttogeschoßflächen: ca. 50.000 m², umbauter Raum: 230.000 m³
• Betten insgesamt: 319 (+/- 3%)
• Patientenzimmer:  42 Vierbett, 1 Dreibett, 53 Zweibett, 42 Einbett

Beispiele für modernisierte Spitalsinfrastruktur:
• 7 Operationssäle
• Moderner Ambulanzbereich, kürzere Wartezeiten
• Herzkatheter für das Südburgenland
• neueste Radiologieausstattung
• Tagesklinik mit Eingriffsräumen
• onkologische Tagesklinik
• neue Dialyse-Einheit

Wo welche Funktionen zu finden sein werden:
• Erdgeschoß: Haupteingang, Zentrale Aufnahme und Erstversorgung (ZAE), Rettungsvorfahrt, Ambulanzen, Dialyse, Tagesklinik, Technik, Lager, Verwaltung, Spitalsapotheke, Gastro & Service, Seelsorge, Veranstaltungssaal
• Kellergeschoß: Küche, Technik, Umkleiden, Pathologie und Labor, Lager
• Obergeschoß 1: Operationssäle, Überwachungsstation, Geburtshilfe und Kreißsäle, Kinderstation, Verwaltung, Speisesaal
• Obergeschoß 2: Bettenstationen (zB Orthopädie, Chirurgie, Urologie, HNO)
• Obergeschoß 3: Bettenstationen (zB Innere Medizin, Neurologie, Onkologie, Palliativmedizin, Kardiologie, Intensivstation)

Weiterer Hintergrund zum Neubau:
• Architektur/Planung: ARGE Ederer Haghirian Architekten ZT-GmbH, Generalplan GmbH, Graz
• Bauherrin: Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES); Projektteam Neubau KH Oberwart: KRAGES und BELIG (Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH)
• Es werden bis zu 350 Personen gleichzeitig auf der Baustelle tätig sein
• Für Tiefengründung: Bohrgerät mit einer Höhe von ca. 35 Meter
• 5 Turmdrehkräne
• 1000 Kilometer Kabel werden verlegt
• Länge der Magistrale im Erdgeschoß: 200 Meter; Flächen der Magistralen: 3.600m2
• Zahl der Lifte: 8
• Energiekennzahl: A++

Fotos: Carmen Neumann/KRAGES