Neu in Güssing ab 2022: Akutgeriatrie und Remobilisation

14.09.20

Im 120. Jahr des Bestehens: neue Station mit 24 Betten plus vier ambulante Plätze im Aufbau - Südlichstes KRAGES-Spital spezialisiert sich vermehrt auf Betreuung der älteren Generation - Teil einer Spitäler-Investitionsoffensive in Höhe von 25 Mio. Euro bis 2023

Mehr als 120 Jahre nach der Gründung des Krankenhauses in Güssing erfährt der Standort eine weitere Aufwertung: Bis 2022 soll eine völlig neue Station für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR) entstehen. Als Zielgröße dieser Station werden in den Gesprächen mit dem Burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF) 24 Betten plus vier ambulante Behandlungsplätze angepeilt. Das gab die KRAGES in einer Pressekonferenz am Freitag in Güssing bekannt. Güssing übernimmt damit die AGR-Versorgung für das gesamte Südburgenland, zusätzlich zur Basis- und Akutversorgung der Bezirke Güssing und Jennersdorf mit Spitalsdienstleistungen. Die KRAGES errichtet auch im Norden eine Akutgeriatrie und Remobilisation, und zwar am Standort Kittsee. Diese wird dann ab 2030 in den neuen Standort Gols übersiedeln – so wie alle Dienstleistungen, die derzeit in Kittsee erbracht werden.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der KRAGES: „Um eine moderne, wohnortnahe Gesundheitsversorgung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer sicherzustellen, ist es notwendig neben den Neubauten auch in die bestehenden Standorte zu investieren. Für den Standort Güssing nehmen wir dazu acht Millionen Euro in die Hand.“ Der Landeshauptmann betonte, dass der Standort mit der neuen Station für Akutgeriatrie und Remobilisation deutlich aufgewertet werde. Außerdem werde das Krankenhaus zukünftig neben der Grundversorgung und Versorgung für Not- und Akutfälle eine wichtige Rolle für die Gesundheitsversorgung der älteren Generation im Landessüden einnehmen.

Dazu KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl: „Das Haus Güssing steht für Tradition, aber auch für Innovation. In 120 Jahren hat es sich immer wieder selber neu erfinden müssen und sich modernisiert. Mit dem Masterplan Burgenlands Spitäler werden nun einige Weichen neu gestellt: Das KH Güssing bleibt mit der Standortgarantie nicht nur bestehen, es wird im Leistungsspektrum mit der Etablierung der Akutgeriatrie und Remobilisation weiter ergänzt. Wir werden die häuserübergreifende Zusammenarbeit stärken und damit einerseits die wohnortnahe Basisversorgung verbessern und andererseits dem Standort Güssing eine neue Fokussierung für die Zukunft geben – von der inneren Medizin über die Orthopädie bis zur Akutgeriatrie und Remobilisation. Dies alles wird ein rundes Ganzes ergeben – vor allem als Angebot für die ältere Generation.“

In einer Akutgeriatrie und Remobilisation behandelt spezifisch geschultes Personal ältere Patientinnen und Patienten insofern, dass zusätzlich zur Behandlung der akuten Erkrankung auch danach getrachtet wird:
·        dass die Betroffenen weiterhin möglichst selbstständig ihr Leben führen können,
·        dass weitere Funktionsverluste vermieden werden
·        dass die Lebensqualität erhalten und verbessert wird
·        und dass Patientinnen oder Patienten in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können
·        oder dass ihre Rehabilitationsfähigkeit hergestellt wird. 
 

Neue Spitalschronik erscheint 2021
Die Kollegiale Führung des allgemein öffentlichen Krankenhauses Güssing hat im Jubiläumsjahr aber auch ein besonderes Projekt in Auftrag gegeben, nämlich die Erstellung einer Festschrift mit einem Schwerpunkt auf die Historie des Traditionshauses. Das Erscheinen hat sich allerdings wegen der Covid-Pandemie verzögert und ist nun für das gesamtburgenländische Jubiläumsjahr, für die erste Jahreshälfte 2021, geplant. Federführende Autoren werden sein: Karl Heinz Gober, Güssinger Historiker, Dr. Franz Spiegl, ehemaliger Primar für Anästhesie und Intensivmedizin am KH Güssing, sowie der derzeitige Ärztliche Direktor, Chirurgie-Primar Dr. Wilfried Horvath.