Neues MR-Gerät im KRAGES-Krankenhaus Kittsee: Kurze Wartezeiten auch im Nordburgenland

9.04.19

Der neue Magnetresonanz-Tomograph in Kittsee hat den Betrieb aufgenommen. Die KRAGES schließt damit die MR-Offensive baulich wie geplant ab. Sowohl für die ambulante Versorgung wie auch für die Stationen im Krankenhaus Kittsee bedeutet das wesentliche Verbesserungen.

„Das neue MR im Bezirk Neusiedl am See, dem am stärksten wachsenden Bezirk Österreichs, ist ein weiterer Meilenstein in der Sicherung der burgenländischen Gesundheitsversorgung“, sagt Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES), „unsere gemeinsamen Ziele –­ kurze Wartezeiten auf Untersuchungen in bester Qualität, in Wohnsitznähe, für alle Bevölkerungsgruppen – gelten für alle Landesteile. Die KRAGES hat ihre MR-Offensive im Süden begonnen und im Norden abgeschlossen. Danke an alle Beteiligten für die plangemäße Umsetzung. Weitere Schritte zur Qualitätsverbesserung in den burgenländischen Spitälern werden folgen.“   

Drei Millionen Euro in Kittsee investiert
In 18 Monaten wurde für das MR ein neuer Zubau an der Nordseite des Ladislaus-Batthyany-Strattmann-Krankenhauses errichtet und eines der modernsten Geräte am Markt eingebaut sowie gleichzeitig auch die Urologie umgebaut. Die Gesamtinvestition betrug knapp drei Mio. Euro, davon entfällt rund ein Drittel auf den Tomographen.

Wichtig für den Bezirk Neusiedl am See
Mag. (FH) Harald Keckeis, MPH, LL.M., Geschäftsführer der KRAGES: „Unser Ziel bleiben kurze Wartezeiten, und zwar für alle Patientinnen und Patienten. Wir verbessern die Versorgung des gesamten Nordburgenlandes mit ambulanten radiologischen Untersuchungen, vor allem auch des Bezirks Neusiedl. Für die KRAGES ist das MR in Kittsee insgesamt ein wichtiger Schritt. Unsere MR-Neubau-Offensive haben wir damit plangemäß abgeschlossen. Ich bedanke mich beim Team im Krankenhaus Kittsee, ebenso wie bei den Teams in Oberwart und Güssing und bei den Verantwortlichen in der KRAGES-Direktion für die höchst professionelle Umsetzung des gesamten Projekts.“

Insgesamt hat die KRAGES in die drei MR-Projekte rund 7 Mio. Euro investiert.

Primaria Dr. Anna Kettner, Ärztliche Direktorin des KH Kittsee: „Zusätzlich bekommen wir auch eine deutliche Verbesserung der Diagnostik unserer stationären Patientinnen und Patienten. Diese wichtigen Untersuchungen können jetzt auch direkt im Krankenhaus durchgeführt werden, ohne belastende Transporte. Das ist eine wirklich wichtige Erweiterung unseres Leistungsangebotes in Kittsee.“

Besser und schneller
Beim neuen MRT in Kittsee handelt es sich um ein Fabrikat von Siemens Healthineers mit der Bezeichnung „Magnetom Aera“. Das Gerät wiegt acht Tonnen. Es hat eine Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla. Die „Röhre“ ist mit 70 cm Durchmesser relativ groß dimensioniert. Qualität und Auflösung der Bilder entsprechen dem jüngsten Stand der Technik. Was für Patientinnen und Patienten besonders wichtig ist: Die Untersuchungszeiten sind dank der neuesten Rechnersysteme und Software-Applikationen kürzer als früher. Für die Planung bedeutet das, dass die Zahl der Untersuchungen pro Tag höher ist. In Kittsee sollen jährlich rund 7.000 Patienten mit dem neuen MR-Gerät untersucht werden. Damit wird ein entscheidender Beitrag dazu geleistet, dass die Wartezeiten auf MR-Untersuchungen nunmehr auch im Nordburgenland noch kürzer werden.

Betriebszeiten für ambulante Patientinnen und Patienten
Die vorgesehenen Zeiten für eine ambulante MR-Untersuchung sind: Montag bis Mittwoch von 16 bis 22 Uhr, Donnerstag und Freitag von 14 bis 22 Uhr und Samstag von 7 bis 17 Uhr.

Neue Räume auch für die Urologie in Kittsee
Die KRAGES errichtete in Kittsee neben dem MR-Untersuchungsraum noch weitere Räume neu. So wurden etwa zwei neue Untersuchungsräume für die Abteilung Urologie geschaffen. Im Untergeschoss ist der Platz für viel Technik: Kühlung, Klimatisierung und Lüftung sind hier untergebracht. Ein MR-Gerät muss im Inneren permanent auf minus 269 Grad gekühlt werden, um die Spulen zu schonen.

Bau verlief nach Zeitplan
Der Bau verlief nach Zeitplan: Im September 2017 wurde der Spatenstich zelebriert. Danach wurde intensiv geplant und gerechnet. Baubeginn war im Frühjahr 2018. Im Jänner 2019 wurde schließlich das neue MR-Gerät recht spektakulär per Kran in den neuen Zubau gehoben. Bauende innen und außen war Anfang März 2019. Die Behörden haben den Zubau Mitte März überprüft und die Freigabe für die Benützung erteilt. Danach wurde der Betrieb langsam hochgefahren. Jetzt, Anfang April 2019, läuft der neue Tomograph bereits auf Hochtouren. Stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten bekommen nun auch im nördlichsten Part des Burgenlandes zeit- und wohnortnahe ihre MR-Untersuchung in einem landeseigenen KRAGES-Spital. Die burgenländischen Krankenanstalten verstehen dies auch als Beitrag gegen die Zweiklassen-Medizin. Hier bekommen auch Kassenpatienten rascher einen Termin als anderswo.

Auch in Kittsee arbeitet die KRAGES mit einem externen Partner zusammen, nämlich bei der Befundung: Das Diagnosezentrum Urania Wien wertet als Vertragspartner die in Kittsee erstellten MR-Bilder der ambulanten Patientinnen und Patienten aus und schreibt die entsprechenden radiologischen Befunde. Diese werden direkt an den zuweisenden Arzt bzw. an die Ärztin versandt.

Hintergrund: Was macht ein MR-Gerät?
Die Magnetresonanztomographie (kurz: MRT) ist ein computerunterstütztes, bildgebendes Verfahren, wobei Radiowellen in Zusammenwirkung mit einem Magnetfeld eingesetzt werden. In einem Schichtbildverfahren wird die Beurteilung von Organen und Gewebe ermöglicht. Der Arzt bzw. die Ärztin kann auch ein Kontrastmittel verabreichen, um eine verbesserte Darstellung zu erhalten.

So kommen Sie ambulant zu MR-Terminen:

(gilt für ambulante Untersuchungen in den KRAGES-Spitälern Oberwart, Güssing und Kittsee):

Telefonisch: 057979 33133

Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr

Online rund um die  Uhr: www.krages.at/terminvergabe

(Online erfolgt eine Voranmeldung. Sie erhalten am darauffolgenden Vormittag einen Rückruf zur Terminvereinbarung)

Foto/KRAGES/Neumann: v.l.n.r.: Bürgermeister Johannes Hornek, interim. Pflegedirektorin DGKP Bettina Ziniel, Ärztliche Direktorin Primaria Dr. Anna Kettner, Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil, Landesrätin Mag. (FH) Daniela Winkler, Kaufmännischer Direktor Dipl. BW Horst Cubert, MBA, KRAGES Geschäftsführer Mag. (FH) Harald Keckeis, MPH, LL.M.